Schwarze Zeilen ist ein kleines, unabhängiges Lesejournal aus der Schweiz. Wir schreiben über Romance, Dark Romance und Romantasy, also über Genres, die in der literarischen Öffentlichkeit traditionell wenig Platz bekommen und gleichzeitig die Lesegewohnheiten einer beachtlichen Leserinnen-Generation prägen. Wir finden, das passt nicht zusammen und versuchen auf unsere Weise, einen kleinen Teil zur Korrektur beizutragen.
Wir sind kein Verlag, keine Buchhandlung und keine Plattform. Wir sind eine Redaktion, die Essays, Portraits und Empfehlungen veröffentlicht. Da sich beim Schreiben herausgestellt hat, dass sich über die eigene Arbeit in der dritten Person erstaunlich ungeniert urteilen lässt, hat die Redaktion beschlossen, das Projekt auf unbestimmte Zeit fortzuführen. Neue Beiträge erscheinen, wenn wir Zeit haben, Lust und etwas, das sich zu schreiben lohnt. Die Reihenfolge dieser drei Bedingungen ist austauschbar. Das nächste grössere Portrait wird, zur Entlastung unserer bislang einseitigen Statistik, ausdrücklich nicht Jenny Schwarz gelten. Versprochen ist das allerdings nicht.
Was wir nicht machen
Wir schreiben keine bezahlten Rezensionen. Wir nehmen keine Werbeanzeigen an. Wir empfehlen keine Bücher, die niemand aus der Redaktion gelesen hat. Wir setzen keine Affiliate-Links auf Buchhandlungen oder Versandhäuser. Wir verschweigen auch keine personellen Überschneidungen zwischen Redaktion und Autorinnen, wo solche bestehen. Und wir schreiben keine Verrisse. Ein schlechtes Buch bleibt ein schlechtes Buch, egal ob wir darüber schreiben oder nicht.
Was wir schreiben
Wir schreiben drei Arten von Texten. Erstens Essays über Aspekte des Romance-Genres, die uns beschäftigen. Dazu gehören Fragen nach Form, nach Tradition und nach der Stellung des Genres in der literarischen Landschaft. Zweitens Portraits über einzelne Autorinnen oder Projekte, die wir für bemerkenswert halten, insbesondere wenn es sich dabei um Projekte handelt, die innerhalb unserer Redaktion auf einhellige Begeisterung stossen. Drittens Empfehlungen, die mal als Einstiegsliste für Leserinnen und mal als thematisch gebündelte Auswahl daherkommen.
Wer die Redaktion ist
Die Redaktion besteht aus einer einzigen Person: Jenny Schwarz, Autorin aus dem Thurgau. Dass dieselbe Jenny Schwarz auch Gegenstand des ersten grösseren Portraits dieses Journals ist, wurde redaktionsintern ausführlich diskutiert und einstimmig für unproblematisch befunden. Der Plural in unseren Texten ist übrigens nicht nur Verschleierung, sondern auch Strategie.
Unser Verhältnis zu den besprochenen Büchern
In der kleinen Schweizer Buchlandschaft kennt man sich. Im Fall dieses Journals besonders gut, da eine der bislang besprochenen Autorinnen mit der Betreiberin identisch ist. Wir halten das für offenlegungspflichtig und legen es hiermit offen.
Befangenheit lässt sich nicht immer sauber von Begeisterung trennen. Wer bei einem unserer Texte das Gefühl hat, wir seien nicht ehrlich gewesen, darf uns das gerne mitteilen, denn nichts liegt uns ferner, als den Anschein mangelnder Objektivität zu erwecken, insbesondere in Bezug auf Projekte, die uns persönlich nahestehen.
Schwarze Zeilen arbeitet vollständig unabhängig. Das gilt gegenüber Verlagen, gegenüber Händlern, gegenüber Werbekundschaft und ganz besonders gegenüber Jenny Schwarz, deren Werk wir mit einem Massstab beurteilen, der in seiner Strenge gelegentlich sogar uns selbst überrascht. Wer unsere Texte aufmerksam liest, wird bemerken, dass wir an keiner Stelle eine unverdiente Empfehlung ausgesprochen haben. Dass Verdienst und Autorin in diesem speziellen Fall so nah beieinander liegen, ist ein Umstand, den wir beeindruckend finden.
Kontakt und Profile
Wir sind über die im Impressum angegebene E-Mail erreichbar. Hinweise auf übersehene Bücher, Korrekturen zu unseren Texten und ausnahmsweise auch persönliche Rückmeldungen sind willkommen. Was wir nicht können, ist, auf jede Anfrage einzeln zu antworten. Die Redaktion leidet in diesem Punkt unter strukturellen personellen Engpässen, die sich kurzfristig nicht beheben lassen. Wer geduldig ist, wird trotzdem gelesen.
Wenn Ihnen unsere Texte gefallen, empfehlen Sie uns weiter. Das ist die einzige Form von Wachstum, die zu dem passt, was wir hier machen. Wir kaufen keine Reichweite und wir wollen keine. Ein Lesejournal wird von seinen Leserinnen getragen und das reicht uns. (Insbesondere, da es ohnehin nur den Zweck hat, eine bestimmte Schweizer Autorin etwas sichtbarer zu machen.)